Thick vs. Thin Registry: Speicherkonzept für Domaindaten
Die Verwaltung von Domaindaten erfolgt über sogenannte Registries – die Betreiber der Top-Level-Domains (TLDs). Diese unterscheiden sich grundsätzlich in zwei Architekturmodellen: Thick Registry und Thin Registry. Die Unterscheidung betrifft ausschließlich den Speicherort und Umfang der Domaindaten.
1. THICK REGISTRY
Bei einer Thick Registry werden sämtliche relevanten Domaindaten zentral bei der Registry gehalten. Dazu zählen:
- Registrar-Informationen
- Kontaktdaten des Domaininhabers (Registrant, Admin-C, Tech-C)
- Nameserver
- Domainstatus
Beispiel-TLDs:
.com, .net, .org (teilweise)
Vorteile:
- Vollständige WHOIS-Informationen direkt von der Registry abrufbar
- Zentrale Datenhaltung vereinfacht konsistente Pflege und Abfragen
Nachteile:
- Datenänderungen erfordern Interaktion mit der Registry oder über den jeweiligen Registrar
- Höhere Verwaltungslast auf Registry-Seite
2. THIN REGISTRY
Bei einer Thin Registry speichert die Registry lediglich minimale Stammdaten:
- Domainname
- Registrar
- Domainstatus
Detaillierte Kontakt- und Inhaberdaten liegen ausschließlich beim jeweiligen Registrar.
Beispiel-TLD:
.de (Deutschland)
Vorteile:
- Geringerer Verwaltungsaufwand für die Registry
- Dezentrale Datenhaltung entlastet zentrale Systeme
Nachteile:
- Vollständige WHOIS-Informationen nur über den Registrar abrufbar
- Mehrstufige Abfrageprozesse bei Recherchen oder Störfällen
PRAXISHINWEIS
Die Wahl des Registrierungsmodells beeinflusst direkt:
- Verfügbarkeit von WHOIS-Daten
- Prozesse bei Domaintransfers oder Kontaktänderungen
- Ansprechpartner bei Incident- oder Abuse-Meldungen
Auf unserer Webseite sind derzeit noch keine Informationen darüber sichtbar, ob es sich bei unserer TLD um eine Thick oder Thin-Domain handelt. Wir arbeiten bereits daran diese Informationen zu vervollständigen.